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Airbnb Provision und Kosten – was eine professionelle Verwaltung wirklich kostet

7. Mai 2026

Verfasst von:

Jella Friedrich

Die Frage hinter der Frage

Wenn Eigentümer nach den Kosten einer professionellen Ferienwohnungsverwaltung fragen, steckt dahinter meist eine andere Frage: Lohnt sich das überhaupt, oder verdiene ich selbst mehr, wenn ich alles selbst mache?

Das ist die richtige Frage. Und die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an, wie man rechnet. Wer nur die Provision betrachtet, kommt zu einem anderen Ergebnis als wer den gesamten Aufwand, die erzielbaren Preise und die realistische Auslastung in die Rechnung einbezieht.

Dieser Artikel legt offen, wie die Kostenstruktur bei Airbnb und professionellen Verwaltungsanbietern funktioniert, was wirklich verglichen werden muss und wann sich welches Modell rechnet.

Was Airbnb selbst an Gebühren verlangt

Bevor man über Verwaltungskosten spricht, lohnt es sich, die Plattformgebühren von Airbnb selbst zu verstehen. Denn diese fallen unabhängig davon an, ob man selbst verwaltet oder einen Anbieter beauftragt.

Airbnb arbeitet mit zwei Gebührenmodellen. Im geteilten Modell zahlt der Gastgeber eine Provision von in der Regel drei Prozent auf den Buchungsbetrag, und der Gast zahlt zusätzlich eine Servicegebühr von etwa zwölf bis siebzehn Prozent. Im Gastgeber-exklusiven Modell zahlt der Gastgeber eine höhere Provision von rund vierzehn bis sechzehn Prozent, dafür fällt für den Gast keine separate Gebühr an.

Für Eigentümer, die selbst verwalten, bedeutet das: Airbnb nimmt in jedem Fall einen Anteil. Die relevante Frage ist nicht, ob man Gebühren zahlt, sondern wie hoch der Gesamtabzug im Vergleich zu den erzielten Einnahmen ist.

Bei Booking.com liegt die Provision für Unterkunftsanbieter typischerweise zwischen fünfzehn und siebzehn Prozent des Buchungsbetrags, ohne separate Gästegebühr.

Was eine professionelle Verwaltung kostet

Professionelle Ferienwohnungsverwalter arbeiten in der Regel mit einem Provisionsmodell. Das bedeutet: Der Anbieter erhält einen prozentualen Anteil der erzielten Buchungseinnahmen. Fixkosten unabhängig von der Auslastung sind bei seriösen Anbietern die Ausnahme.

Die übliche Spanne für Full-Service-Verwaltung in der Schweiz liegt je nach Anbieter, Region und Leistungsumfang zwischen fünfzehn und dreissig Prozent der Buchungseinnahmen. Was in dieser Provision enthalten ist, unterscheidet sich erheblich zwischen Anbietern.

Ein niedriger Provisionssatz klingt attraktiv, bedeutet aber nichts, wenn Reinigung, Wäsche und Fotografie separat in Rechnung gestellt werden. Ein höherer Provisionssatz, der alle Leistungen inklusive eigenem Reinigungspersonal, dynamischer Preisgestaltung und 24/7-Gästekommunikation abdeckt, kann am Ende günstiger sein.

Was konkret verglichen werden muss:

  • Ist die Reinigung in der Provision enthalten oder wird sie separat abgerechnet?

  • Wer bezahlt das Fotoshooting beim Onboarding?

  • Sind Plattformgebühren in der Provision eingerechnet oder kommen sie oben drauf?

  • Gibt es Fixkosten unabhängig von Buchungen?

  • Wie ist die Kündigung geregelt?

Mehr dazu, worauf man bei der Wahl eines Verwaltungsanbieters achten sollte, erklärt unser Artikel Ferienwohnung verwalten lassen – woran erkennt man eine gute Verwaltung.

Die richtige Vergleichsbasis: Nettoeinkommen, nicht Provision

Der häufigste Denkfehler beim Vergleich ist der Fokus auf die Provision statt auf das Nettoeinkommen. Eine Wohnung, die man selbst mit hundert Prozent der Einnahmen behält, aber nur vierzig Prozent Auslastung erzielt, bringt weniger ein als eine Wohnung, bei der man siebzig Prozent der Einnahmen behält, aber achtzig Prozent Auslastung erzielt.

Dazu kommt der Preiseffekt. Professionelle Verwaltung mit dynamischer Preisgestaltung erzielt in der Regel höhere Durchschnittspreise als Selbstverwaltung mit einem fixen Preis. Eine datenbasierte dynamische Preisstrategie, die täglich auf Nachfrage und Marktbewegungen reagiert, erhöht die Einnahmen in starken Wochen und verhindert Leerstände in schwächeren Phasen.

Ein konkretes Beispiel zur Veranschaulichung:

Szenario

Selbstverwaltung

Professionelle Verwaltung

Jahreseinnahmen brutto

CHF 30'000

CHF 42'000

Provision / Aufwand

CHF 0

CHF 10'500 (25%)

Nettoeinkommen

CHF 30'000

CHF 31'500

Eigener Zeitaufwand

Hoch

Minimal

Die Zahlen sind illustrativ, aber das Muster entspricht dem, was wir in der Praxis regelmässig beobachten. Professionelle Verwaltung erzielt durch bessere Auslastung und höhere Preise oft genug Mehreinnahmen, um die Provision vollständig zu kompensieren.

Was die Selbstverwaltung wirklich kostet

Eigenverwaltung kostet keine Provision, aber sie kostet Zeit. Und Zeit hat einen Wert, der in solchen Rechnungen oft fehlt.

Was bei Selbstverwaltung anfällt: Gästekommunikation vor, während und nach dem Aufenthalt, Organisation und Kontrolle der Reinigung, laufende Preisanpassungen auf mehreren Plattformen, Pflege der Inserate, Abrechnung der Kurtaxe, Koordination bei Problemen und Schäden und Reporting für die Steuererklärung.

Wer das ehrlich in Stunden ausrechnet und mit einem realistischen Stundensatz bewertet, kommt oft auf einen Eigenaufwand, der die Provision eines professionellen Anbieters übersteigt. Dazu kommt der emotionale Aufwand: Nachrichten um elf Uhr abends, kurzfristige Probleme bei der Ankunft, schwierige Gäste.

Was das im Vergleich zur Selbstverwaltung konkret bedeutet, zeigen wir ehrlich im Artikel Ferienwohnung selbst vermieten oder Full-Service nutzen.

Zusatzkosten, die Eigentümer oft vergessen

Neben der Verwaltungsprovision gibt es weitere Kostenpunkte, die in der Planung oft fehlen.

Fotografie: Professionelle Fotos sind bei Neueintritt in den Markt unerlässlich. Ein professionelles Shooting kostet je nach Anbieter zwischen dreihundert und achthundert Franken. Schlechte Fotos kosten langfristig mehr durch entgangene Buchungen. Was gute Bilder konkret bewirken, erklären wir auf unserer Seite zur Immobilienfotografie.

Verbrauchsmaterial: Toilettenpapier, Reinigungsmittel, Kaffeekapseln und Grundausstattung in der Küche müssen laufend nachgefüllt werden. Das ist ein kleiner, aber konstanter Kostenfaktor, der in der Jahresrechnung auftaucht.

Instandhaltung: Kleine Reparaturen, Ersatz von kaputten Gegenständen und regelmässige Kontrollen des Zustands der Wohnung gehören zum laufenden Betrieb. Professionelle Anbieter übernehmen diese Koordination, was Zeit spart und Probleme früh erkennt. Mehr dazu auf unserer Seite zur Hauswartung & Instandhaltung.

Kurtaxe: Die Abrechnung und Abführung der Kurtaxe ist eine administrative Pflicht, die Aufwand erzeugt. Seriöse Verwaltungsanbieter übernehmen das vollständig.

Wann sich professionelle Verwaltung rechnet und wann nicht

Professionelle Verwaltung rechnet sich am deutlichsten in diesen Konstellationen: Wohnungen an touristisch stark nachgefragten Standorten wie Luzern, Interlaken oder Zermatt, bei Eigentümern, die nicht in der Nähe wohnen, bei Wohnungen mit hohem Gästedurchlauf und kurzen Aufenthalten, und bei Eigentümern, die ihre Zeit nicht in die Verwaltung investieren möchten oder können.

Weniger klar ist die Rechnung bei Wohnungen in touristisch schwächeren Lagen, bei sehr niedrigen Mietpreisen, die wenig Spielraum für eine Provision lassen, oder bei Eigentümern, die die Wohnung fast ausschliesslich selbst nutzen und nur gelegentlich vermieten.

Das Preismodell von Immohost

Immohost arbeitet ausschliesslich mit einem Provisionsmodell ohne Fixkosten. Das bedeutet: Wir verdienen nur dann, wenn Ihre Wohnung gebucht wird. Keine monatlichen Grundgebühren, keine Mindestlaufzeit, keine versteckten Kosten.

Was in der Provision enthalten ist: Inseraterstellung und laufende Optimierung, dynamische Preisgestaltung, 24/7-Gästekommunikation, Reinigung mit eigenem Personal, Wäschelogistik, Kurtaxenabrechnung und monatliches Reporting über unser Owner Portal.

Die genauen Konditionen sind individuell und hängen von Standort, Wohnung und Leistungsumfang ab. Eine transparente Übersicht finden Sie auf unserer Preisseite.

Fazit: Die Provision ist nicht der entscheidende Vergleichspunkt

Wer Verwaltungskosten ausschliesslich über den Provisionssatz bewertet, zieht den falschen Vergleich. Entscheidend ist das Nettoeinkommen nach allen Kosten und nach realistischer Auslastung.

Professionelle Verwaltung, die höhere Preise, bessere Auslastung und weniger Eigenaufwand liefert, ist in vielen Konstellationen günstiger als Selbstverwaltung, auch wenn die Provision auf den ersten Blick nach einem erheblichen Abzug aussieht.

Die richtige Frage ist nicht: Was kostet mich die Verwaltung? Sondern: Was bringt mir eine gute Verwaltung netto mehr als ich allein erzielen würde?

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Wir rechnen Ihnen transparent vor, welches Einnahmenpotenzial Ihre Wohnung hat und was nach Provision und Kosten bei Ihnen ankommt.

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